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Ein Jahr Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung: Wo steht die digitale Souveränität?

Vor einem Jahr wurde das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung unter der Leitung von Karsten Wildberger gegründet. Doch wie weit sind wir tatsächlich gekommen? Die Heinlein Gruppe, seit über 30 Jahren ein Vorreiter für digitale Souveränität, Open Source und sichere IT-Infrastrukturen, zieht eine erste Bilanz: Die Weichen sind gestellt, doch die Umsetzung hinkt hinterher.

Fortschritte: EVB-IT-Regelungen als Schritt in die richtige Richtung

Die neuen EVB-IT-Regelungen ermöglichen erstmals die rechtssichere Beschaffung von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung. Das ist ein wichtiger Schritt, doch er reicht nicht aus. Denn Open Source wird dadurch nicht automatisch zum Standard. Stattdessen bedeutet es zunächst nur, dass Behörden Open Source ohne bürokratische Hürden einkaufen können.

Das eigentliche Problem: Die Verwaltung braucht konkrete Unterstützung – in Form von Schulungen, Beratung und klaren Leitfäden, um Open Source tatsächlich einzuführen und nachhaltig zu nutzen. Ohne diese Hilfestellungen bleibt die Theorie weit hinter der Praxis zurück.

Europäische Wertschöpfung statt leerer Floskeln

Das Ministerium setzt auf europäische Lösungen – und das ist grundsätzlich richtig. Nicht, weil Open Source „lokal“ sein muss, sondern weil Wertschöpfung und Kontrolle in Europa die digitale Souveränität stärken. Open Source ist von Natur aus global, doch die Infrastruktur und die Daten müssen in europäischen Händen liegen.

Die Heinlein Gruppe beweist mit Lösungen wie OpenTalk und OpenCloud, dass souveräne, DSGVO-konforme Alternativen unabhängig von US-Hyperscalern funktionieren. Doch solange die Beschaffungspraxis weiterhin bei proprietären Anbietern landet, bleibt die Forderung nach „europäischer Zusammenarbeit“ eine leere Floskel.

Kritische Lücken: Reden über Souveränität – Handeln bei Hyperscalern

Hier liegt der größte Widerspruch: Über digitale Souveränität wird viel geredet – doch in der Praxis wird weiterhin bei Microsoft, AWS oder Google eingekauft. Es fehlt nicht an Visionen, sondern an Konsequenz.

Dabei braucht es eine klare Strategie, die Open Source und souveräne Lösungen verbindlich vorschreibt. Gleichzeitig müssen messbare Ziele den Fortschritt überprüfbar machen – etwa einen Mindestanteil von 25 % Open Source in öffentlichen IT-Projekten bis 2030 mit dem langfristigen Ziel von 100 % in 10 Jahren.

Forderungen der Heinlein Gruppe: Vom Anspruch zur Umsetzung

Die EVB-IT-Regelungen sind ein wichtiger erster Schritt, doch ohne praktische Unterstützung scheitert die Umsetzung in der Praxis. Schulungen und Beratung für Behörden sowie klare Leitfäden könnten den Beschaffungsprozess vereinfachen und Open Source erfolgreich einführen.

„Buy European“ ist kein Selbstzweck – es geht um Wertschöpfung und Kontrolle in Europa. Doch solange die Beschaffung weiterhin bei US-Anbietern landet, bleibt digitale Souveränität eine Illusion. Ein Open-Source-Vorrang bei allen IT-Beschaffungen wäre hier ein entscheidender Schritt.

Eine Strategie allein reicht nicht aus – sie muss mit konkreten, überprüfbaren Zielen unterlegt sein. Ein Mindestanteil von 25 % Open Source in öffentlichen IT-Projekten bis 2030 sowie ein langfristiges Ziel von 100 % Open Source in 10 Jahren wären sinnvolle Meilensteine. Ein transparenter Souveränitäts-Index könnte die Fortschritte regelmäßig überprüfen.

Fazit: Digitale Souveränität braucht Taten – nicht nur Worte

Das erste Jahr des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung hat gezeigt: Die Richtung stimmt, doch der Weg ist noch lang. Die Heinlein Gruppe steht bereit, mit Expertise, Lösungen und Partnerschaften die öffentliche Verwaltung auf dem Weg in eine souveräne, sichere und zukunftsfähige IT-Landschaft zu unterstützen.

Denn digitale Souveränität entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch konsequentes Handeln.

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