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Deutschland-Stack: Vom Konzept zur flächendeckenden Umsetzung

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung steht vor einem entscheidenden Schritt: Der Deutschland-Stack soll als gemeinsame digitale Grundarchitektur die Fragmentierung der Verwaltungs-IT überwinden und digitale Souveränität stärken.

„Wer den Deutschland-Stack abschalten kann, kann Deutschland abschalten.“

Dieser Konsens prägte das Fachgespräch „Deutschland-Stack: Anspruch, Architektur und Umsetzung“ am 22. April 2026 im Deutschen Bundestag. Auf Einladung der CDU-Abgeordneten Ralph Brinkhaus und Henri Schmidt diskutierten Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – darunter Jutta Horstmann, Co-CEO der Heinlein Gruppe – über die Zukunft der digitalen Souveränität in der öffentlichen Verwaltung.

Großes Interesse, klare Forderungen: Open Source als Standard

Das Interesse am Thema war so groß, dass die Veranstaltung kurzfristig in den großen Sitzungssaal der CDU/CSU-Fraktion verlegt werden musste. Die Gastgeber setzten auf vielfältige Perspektiven: Neben Thomas Jarzombek (parl. Staatssekretär, BMDS) und Christina Decker (BMDS) brachten Claudia Alsdorf (Schwarz Digits) und Dr. Stefan Heumann (Agora Digitale Transformation) wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Impulse ein.

Heinlein Gruppe: Aktiver Gestalter des Deutschland-Stacks

Die Heinlein Gruppe ist seit Jahren ein aktiver Treiber für souveräne IT-Infrastrukturen in der öffentlichen Verwaltung. Bereits im Dezember 2025 organisierte Jutta Horstmann, Co-CEO der Heinlein Gruppe und Sprecherin der Arbeitsgruppe Public Affairs der Open Source Business Alliance (OSBA), einen Workshop im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Dort brachten wir Akteur:innen aus Verwaltung, Verbänden und der Open-Source-Community zusammen, um zentrale Anforderungen an den Deutschland-Stack zu diskutieren.

Unsere Position: Open Source als Schlüssel zur digitalen Souveränität

Die Heinlein Gruppe setzt sich dafür ein, dass Open-Source-Software, offene Standards und offene Schnittstellen im Deutschland-Stack verankert werden. Nur so können Behörden unabhängig prüfen, was ihre Software tut, Sicherheitslücken identifizieren und Anpassungen vornehmen. Closed-Source-Lösungen schaffen Abhängigkeiten – genau das will der Deutschland-Stack überwinden.

Jutta Horstmann nahm auch am Fachgespräch im Bundestag teil und brachte die Perspektive der Open-Source-Wirtschaft ein. Die Diskussion zeigte: Die größte Herausforderung liegt nicht in der Technik, sondern in der föderalen Durchsetzung. Folgende Punkte wurden besonders hervorgehoben:

1. Open Source und digitale Souveränität

Open Source wurde als strategischer Hebel für digitale Souveränität anerkannt. Pragmatismus ist nötig: Bestehende Abhängigkeiten können nicht sofort ersetzt werden, aber offene Standards und Wechselmöglichkeiten müssen Priorität haben.

2. Finanzierung und Verbindlichkeit

Die langfristige Finanzierung des Stacks ist noch ungeklärt – insbesondere für Betrieb, Wartung und Nachnutzung in Ländern und Kommunen. Ohne verbindliche Nutzungspflichten droht der Stack ein unverbindlicher Wunschkatalog zu bleiben.

3. Wirtschaft fordert Planungssicherheit

Unternehmen signalisieren Bereitschaft zur Beteiligung, verlangen aber:

  • Verlässliche Roadmaps

  • Transparente Vergabekriterien

  • Klare Migrationspfade

Fazit: Der Deutschland-Stack als strategische Entscheidung

Das Fachgespräch bestätigte: Der Deutschland-Stack ist kein rein technisches Projekt, sondern eine Frage der digitalen Handlungsfähigkeit Deutschlands. Die Heinlein Gruppe bleibt ein zentraler Akteur in diesem Prozess – mit Open-Source-Lösungen, Expertise in föderalen Umsetzungsfragen und Engagement für europäische Standards.

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